
- Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Amaryllisgewächse
- Inhaltsstoffe: Alkaloide, insbesondere Galanthami
- Wirkung/Anwendungsgebiete: Pflanze ist giftig. In der Schulmedizin wird Galanthamin zur Behandlung von Alzheimer-Demenz eingesetzt, da es die Acetylcholinesterase hemmt. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten.

- Lerchensporn (Corydalis cava), Mohngewächse
- Inhaltsstoffe: Alkaloide, insbesondere Corydalin und Bulbocapnin.
- Wirkung/Anwendung: Die Pflanze ist giftig, besonders die Knolle. Die Alkaloide wirken zentral dämpfend, krampflösend (spasmolytisch) und schmerzstillend. Bulbocapnin kann in hohen Dosen lähmend wirken. In der modernen Phytotherapie kaum gebräuchlich aufgrund der Toxizität. Volksheilkundlich früher bei Zittern (Parkinson-ähnliche Symptome) verwendet. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten.

- Maiglöckchen (Convallaria majalis), Spargelgewächse
- Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält über 38 verschiedene herzwirksame Steroidglykoside (Cardenolide). Zudem enthalten sie Steroidsaponine.
- Wirkung/Anwendung: Die Herzglykoside wirken positiv inotrop (steigern die Kontraktionskraft des Herzens), senken die Herzfrequenz bei Bradykardie, harntreibend. Sehr giftig! Alle Pflanzenteile sind betroffen, besonders Blüten und Früchte. Vergiftungssymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Durchfall und Kreislaufversagen. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten.

- Winterling (Eranthis hyemalis), Hahnenfußgewächse
- Inhaltsstoffe: Glykoside von Chromon-Derivaten (wie Eranthin).
- Wirkung/Anwendung: Wirkt in erster Linie toxisch (giftig) auf das Herz und den Magen-Darm-Trakt. Die Pflanze findet keine Anwendung als Heilpflanze in der modernen Medizin. Sie dient ausschließlich als Frühlingszierpflanze. Stark giftig! Besonders die Knollen sind extrem giftig. Der Verzehr führt zu Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen. Von einer Selbstmedikation wird dringend abgeraten.
